Die Vernichtung der menschlichen Lebensgrundlagen


Über einzelne Effekte des Klimawandels ist bereits viel gesagt worden. Das vorliegende Buch gibt erstmalig einen allgemeinverständlichen Überblick über Ursachen, Folgen und die gefährlichen Rückkopplungen zwischen...

    • Bevölkerungswachstum, Energieverbrauch und fossilen Energieträgern,

    • CO2-Emmissionen, globaler Erwärmung und Meeresspiegelanstieg,

    • Gütertransport, Ausbreitung von Krankheiten und Rückgang der Artenvielfalt,

    • Unwettern, Dürren, Überflutungen, Waldbränden und Hungersnöten,

    • Flüchtlingsströmen, politischer Instabilität und Kriegen.

Anhand exakter Definitionen und erschreckender Daten wird gezeigt, wie diese Faktoren sich gegenseitig verstärken und dadurch den Klimawandel wesentlich beschleunigen.

 

Klimawandel einfach erklärt und für Jedermann verständlich!

Das Buch ist 2016 im Schlosser-Verlag erschienen und unter ISBN 978-3-96086-017-4 im Buchhandel und im Internet bestellbar.

 

 

Es ist allerhöchste Zeit, zu handeln!

 

 

 

Hinweis: Die in diesem Buch dargelegte sozio-ökologische Argumentation basiert auf Zahlen, Daten und Fakten, auf Logik und wissenschaftlicher Ableitung, dem gesunden Menschenverstand und einer atheistisch geprägten Ehrfurcht vor dem Leben. Der Autor distanziert sich ausdrücklich von religiösen oder politischen Strömungen, die diese oder ähnliche Themen für sich reklamieren, um anderweitige ideologisierte Missionierung zu betreiben.

 

 

 

Leseprobe:

Umweltveränderungen als Varianz der Umgebungsparameter unseres Ökosystems werden nicht nur durch die Verbrennung fossiler Energieträger, die Abholzung der Regenwälder oder durch Absurditäten der Welthandelslogistik forciert, sondern auch durch die Fahrlässigkeit und den von Profitgier getriebenen, Umweltschäden billigenden Vorsatz des mangelhaften oder verantwortungslosen Umgangs mit unserer Technik und ihren Artefakten. Für die in den Begriffsdefinitionen im Kap. 3.1 genannten Belastungsarten lassen sich viele Beispiele finden, die alle Medien (Boden, Luft und Wasser) betreffen. Chemische Belastungen (z.B. Düngemittel, toxische Halbprodukte), physikalische Belastungen (z.B. Radioaktivität, Nanopartikel), biologische Belastungen (z.B. Hormonwirkstoffe, Schädlingsbefall) und geologische Belastungen (z.B. Tagebaulandschaften) treten dabei durch Unfälle (Fahrlässigkeit) oder durch systemische Anwendungen (Vorsatz) auf. 
In der Landwirtschaft ist die Überdüngung mit Stickstoff zu einer der größten vorsätzlichen Umweltbedrohungen der Erde ausgeufert. Die Verwendung von Kunstdüngern ist ein Eingriff in die globalen Stickstoff-, Phosphat- und Kaliumkreisläufe, deren Folgen niemand abschätzen kann. 
..........
Die wissenschaftliche Betrachtung der überaus komplexen systemischen Wechselwirkungen zwischen den in Abb. 3 aufgeführten Subsystemen und Komponenten erfordert nach bisherigem Wissen komplizierte mathematische Modelle. Fest steht, dass dazu die Begrifflichkeiten Klimavariabilität, Klimaschwankung und Klimaänderung getrennt zu sehen sind, weil sie in differenten Zeitfenstern mit unterschiedlichen Amplituden und Frequenzen ablaufen. 
Klimavariabilität bezeichnet die geringfügige Oszillation im Zustand des Klimasystems oder einer seiner Komponenten um einen längerfristigen Referenzwert, sie ist Ausdruck interner Variationen im Klimasystem und wird häufig als bloßes Hintergrundrauschen der Klimadynamik verstanden. 
Von Klimaschwankungen spricht man erst ab einer mindestens 10-20 Jahre umfassenden Zeitskala (siehe die Definition in Kap. 3.2) und meint damit quasizyklische, jedenfalls mit wechselndem Vorzeichen ablaufende Klimaentwicklungen. Fehlt der Vorzeichenwechsel im Betrachtungszeitraum, dann liegt der Klimaentwicklung eine Tendenz zugrunde und es wird von einer Klimaänderung gesprochen. Klimaänderungen können sowohl allmählich im Sinne eines langfristigen Trends vonstatten gehen (Beispiel: globale Erwärmung) als auch vergleichsweise abrupt erfolgen, wenn kritische Schwellenwerte im Klimasystem überschritten werden und ein markanter Systemzustandswechsel eintritt. Die Umstellungen in der Ozeanzirkulation (siehe weiter unten) sind hierfür ein prominentes Beispiel und haben in der erdgeschichtlichen Vergangenheit immer wieder zu kurzfristig eingetretenen und dabei gewaltigen Klimaänderungen geführt [77].
..........
Tatsächlich überfordern wir gemäß dem ökologischen Fußabdruck bereits unser Grundkapital, aber davon ist noch genug da, so dass wir die Folgen noch nicht direkt spüren. Der wesentliche Grund für das „Paradox der Umweltschützer“ ist also eine Zeitverzögerung zwischen der Schädigung des globalen Ökosystems und den Auswirkungen auf unser Leben. Der britische Meeresbiologe Callum Roberts vergleicht unser Verhalten dann auch mit dem von Schuldnern, die noch in Saus und Braus leben – noch haben wir den wirklichen Preis für unser Handeln nicht zu spüren bekommen, aber die Rechnung ist schon unterwegs.